theater 3 hasen oben

 

Schritt für Schritt
der Lauf des Lebens
Theater für die Allerkleinsten (ab 2 1/2) und ihre Begleiter

 

“Schritt für Schritt – der Lauf des Lebens” ist poetisches Theater über Bewegung und Entwicklung. Ein Stück fast ohne Worte und voller Poesie.

 


 

Jede Entwicklung beginnt mit einem ersten Schritt. Sobald sich etwas bewegt, kann etwas wachsen, gedeihen und sich entfalten. “Schritt für Schritt” erzählt von der Schönheit der potentiellen Überraschung und der Vitalität, die jeder Bewegung innewohnt.
Was ist nötig, damit aus Stillstand Bewegung wird? Ein Ausatmen, ein Klang, auch eine Idee kann eine Bewegung in Gang setzen, welche die nächste Bewegung auslöst und wiederum die nächste – etwas beginnt zu laufen.
Eine Blume braucht die Erde, die Sonne und den Regen, um zu wachsen. Der Mensch braucht Freiheit - Spielraum - um sich zu bewegen, sich auszuprobieren und zu lernen. Die Inszenierung zeigt dieses Lebensprinzip auf spielerische und poetische Weise. Ein faszinierender Ausflug: spielen, ausprobieren, weiterentwickeln.
Was geschieht eigentlich, wenn ich lerne, mit meinen Füßen auf dem Boden abzurollen? Die Spieler erkunden den Zusammenhang zwischen Mensch und Erdboden, sie machen sich den Boden vertraut, schmiegen sich innig mit ihren Fußsohlen an den Untergrund, berühren ihn mal kräftig mal sanft – der Boden wird zum Mitspieler.
Und was geschieht, wenn sich die Spieler für Augenblicke vom Boden lösen, einen Moment abheben, schweben? Eine Ahnung: am Boden verhaftet zu sein ist kein Gegensatz der Freiheit, sondern deren Voraussetzung. Wer fest auf dem Boden steht, kann ihn nutzen - zum Sprung!

 

Die Inszenierung „Schritt für Schritt“ bildet Bewegungen nicht einfach ab, sie stellt spielerisch erkundend Fragen nach der Bedeutung von Stillstand und Bewegung, von Gewicht und Leichtigkeit.
Silvia Pahl und Klaus Wilmanns schaffen durch Neugier und Experimentierfreude Spielräume, die der Fantasie der kleinen und großen Zuschauer Flügel verleihen. Einfache Schritte und Gänge werden zu Spielen, Tänzen und Miniaturgeschichten, so lebendig und magisch, dass es nicht verwundert, wenn die Welt auf den Fußsohlen läuft. Alles eine Frage der Sichtweise, der Freiheit, der Fantasie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ihre Spuren in "Schritt für Schritt" hinterließen:

Spieler:

Silvia Pahl
Klaus Wilmanns

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Mitwirkende:

 

Idee, Materialsammlung/Autorin
Komposition des Materials/ Regie
Musik
Bühne/Requisite
Kostüm
Regieassistenz
Programmheft
Fotografie
Plakat

Silvia Pahl
Günther Baldauf
Klaus Wilmanns
Bianka Wunderlich und Udo van der Kolk
Sophia Burkhardt
Sophie Bernhardt
Silvia Pahl und Sophie Bernhardt
Anna Lysikow
Ulrike Krappen

 

 

 

Technische Bedingungen:

Bühne mindestens 5m Breite, 4,5m Tiefe, 3m Höhe
Aufsicht auf den Bühnenboden muss gewährleistet sein.
Bühne ebenerdig, ansteigende Sitzreihen.
Bühnenhintergrund und Seiten schwarz abgehängt.
Raum verdunkelbar. Garderobe

Licht und Ton Starkstrom 16 A CEE
Tontechnik wird mitgebracht
Lichttechnik kann mitgebracht werden.
Sofern im Haus vorhanden:
1 Grundausleuchtung von vorne ( mind.2 Fresnel à 1000 W)
1 Fresnel 650 W von vorne, mittig auf dem Boden
1 Fresnel 1000 W von hinten, mittig in 1m Höhe
1 Fresnel 650 W von oben links, Bühnenmitte
Licht und Ton werden von uns gefahren
falls vorhanden: DMX-Anschluss auf der Bühne

Zeiten Aufbau ca. 2 Stunden, Abbau ca. 1 Stunde

Spieldauer 30 Minuten (ggf. anschließend 10- 15 Minuten Spiel mit den Kindern auf der Bühne)

Maximale Zuschauerzahl 70 Personen

 

Presse

Wenn Füße sprechen

Schwalmstadt. Füße sprechen ohne Worte. Was sie können, was sie erleben, wohin sie gehen, erzählen sie nur durch Bewegung. Weil es dafür keine Erklärungen braucht, war im neuen Theaterstück der „drei hasen oben“ aus Immichenhain viel Raum für Kreativität und Neugier. Mit Leichtigkeit erzählte das Ensemble bei der Premiere am Samstagnachmittag von der Faszination des Laufens. Spielerisch und mit Poesie.
Silvia Pahl hat zum ersten Mal ein Stück für Kinder ab zweieinhalb Jahren geschrieben. Auch das war eine Premiere für die „drei hasen oben“. Dass Theater nicht nur was für Große ist, zeigte ihr Stück "Schritt für Schritt". Gebannt verfolgten Kinder ab zweieinhalb und auch Erwachsene die Schritte der beiden Hauptdarsteller. Namen hatten die Füße nicht, aber Persönlichkeiten. Zart, neugierig und weich die einen, groß, sicher und männlich die anderen.
"Man sollte das Stück sehen, als würde man das Laufen gar nicht kennen; es ist wie In- ein-anderes-Land-gehen." Silvia Pahl über das Stück
Ein Mensch will laufen, schon der Allerkleinste, weil es das Allernatürlichste auf der Welt ist. Und doch ist es mehr als nur mechanisch einen Fuß vor den anderen zu setzen. Bewegung ist Freude. Schon ein Pusten kann Zöpfe und Arme und Augen und Hüften ins Schwingen bringen und Küsse von einem zum anderen fliegen lassen. Das alles basiert auf unseren Füßen.
Schritt für Schritt erzählten Silvia Pahl und Klaus Wilmanns Geschichten, in denen Bewegung Veränderung schaffte: ein neues Gefühl, eine neue Erfahrung, eine neue Blume. Wie kinderleicht das ging, zeigte auch ein Spielzeugmännchen aus Holz. Mit einer Gießkanne in der Hand marschierte es über die Bühne. Nach dem Wässern wuchs vor dem Männchen plötzlich eine Sonnenblume. Das verstanden alle Zuschauer, auch die Jüngsten.
Weil das Stück weitgehend ohne Worte und Requisiten auskam, war Platz für Fantasie auf der Bühne und im Zuschauerraum. Geräusche erzählten vom Regen, und schon wanderte das Holzmännchen mit knallrotem Schirm über die Bühne. Die Geräusche gingen auch mit den Füßen im Takt: klapperten über die Straße, raschelten durchs Laub, schmatzten durch klebrigen Schmodder und tänzelten durch Melodien.
Dabei wurde bewusst: Weil sie mit Neugier umher laufen, schaffen Füße ständig Neues. Das weiß jeder, der schon mal mit matschigen Füßen über den Boden getappst ist. Also auch die Allerkleinsten, weil sie mit ihren Füßen die Welt erobern.

Von Claudia Theiß

Hessisch Niedersächsische Allgemeine, HNA vom 26. Oktober 2009