Den Staub vom Märchen pusten
...Wie eine gut gefüllte Schatztruhe kommt ihr neues Stück "Der Froschkönig" daher. Immer neue Überraschungen finden sich darin – und jede schillert in einer anderen Farbe... Als kauzige Märchensucher pusten Wilmanns und Pahl Staub von der leuchtend orangen Bühnenkulisse... Was die Schauspieler eigentlich unter der Staubschicht hervorholen, ist die Fantasie...
Freude am Spiel und am Verwandeln... Ein Märchen, wie man es sich zu allen Zeiten wünscht. HNA
Silvia Pahl und Klaus Wilmanns vom theater 3 hasen oben holten das Märchen vom Froschkönig buchstäblich aus dem Verborgenen. Denn zu Beginn traten die beiden als Märchensucher auf, die mit Pinseln bewaffnet alte Mauern abstauben...
Die beiden Schauspieler verstanden es, das begeisterte Publikum durch eine ausdrucksstarke Mimik und Körpersprache zu verzaubern. Zudem schufen sie durch ihre musikalischen Fähigkeiten eine wundervolle Atmosphäre.
HNA
Das "theater 3 hasen oben" liefert mit dem "Froschkönig" ein Meisterstück! Brillant, wie mit einfachsten Mitteln großes Theater vermittelt wurde. Durch geschickte Rollen-, Kostüm- und Kulissenwechsel gelang es den zwei Theatermachern, ein Stück mit vier Hauptakteuren auf eine genial einfache Bühne zu bringen... Gelungen die instrumentelle und gesangliche Untermalung des Stückes: Zarte, aber auch laute und nachhallende Klänge halfen dem Theaterstück in seiner geistreichen Klarheit
Hersfelder Zeitung.
Intention dieser Märcheninszenierung: die sprachliche Schönheit und Vielfältigkeit des Grimmschen Märchens in ihrer Ursprünglichkeit zu belassen. Die Sprache soll die Phantasie beflügeln, so daß keine historischen Aufbauten, prunkvolle Schlösser nötig waren, um das Leben am Hof zu erläutern. Es ist das Schlichte, was das "theater 3 hasen oben" auszeichnet: Eine sparsame, aber überlegte Benutzung von Requisiten.
Und wer sich fragt, wie der Wurf des Frosches an die Wand und die dadurch ausgelöste Zurückverwandlung in einen Prinzen erfolgte, der sah eine von Musik untermalte, zauberhafte Entkleidungsszene... einfach und doch höchst wirkungsvoll.
Hersfelder Zeitung
...aus dem Archiv
"da gibt es nichts zu kichern!"
"Das Verwirrspiel, das Charms mit seinen Lesern treibt, treiben die beiden
perfekt aufeinander eingespielten und überzeugend agierenden Darsteller
Silvia Pahl und Klaus Wilmanns in Rainer 0. Brinkmanns Regie mit den
Theaterbesuchern. Im düsteren Ambiente und in karger Kulisse präsentieren
beide eine ausgeklügelte Nummernrevue, die innerlich stimmig ist und in der
kein überflüssiges Wort fällt. Sie haben ein Gespür für Charms' unschuldige
Anmut und kühle Distanz bei der Beschreibung des Ungeheuerlichen im
Nichtigen und lassen in den anderthalb Stunden ihres Spiels keine Sekunde
Langeweile aufkommen. Ihr lebendiges Spiel, das in einer comedyverseuchten
Zeit zeigt, was Komik wirklich vermag, die irrwitzen Lieder, für die
Wilmanns eine adäquate musikalische Umsetzung gefunden hat, sind eine
gelungene Hommage an den Großmeister der kleinen Form, absurder Komik und
schwarz-skurriler Pointen. Wie aus zwei Männern, die auf dem Dachfirst
schriftstellern, Rührei mit Zucchini wird, muss man einfach gesehen haben.
Aber das ist längst nicht der einzige Höhepunkt; ein Besuch lohnt sich auf
jeden Fall."
Marburger Neue Zeitung
"Das Zusammenspiel der Darsteller Pahl und Wilmanns ist wirklich exzellent.
Überzeugend verkörpern sie mal Großmutter und Offizier, Frau und Ehemann,
Geliebte und Gedächtnislosen, ihr Spiel ist voller absurder Situationskomik,
das Bühnenbild passend einfach und doch innovativ variabel."
Gießener Allgemeine Zeitung
"...und so entfaltete sich allmählich ein zunehmend komisches und nicht selten
erheiterndes Stück, das trotz der fehlenden Gesamtgeschichte nicht in
Einzelszenen auseinanderfiel. Textliche Bezüge und das wiederholte
Aufgreifen von szenischen Motiven spannten einen Bogen und führten zu einer
erstaunlichen Geschlossenheit des Spiels. Das wurde von den zwei glänzenden,
gut aufgelegten und perfekt aufeinander eingespielten Akteuren getragen,
die Charms Texten so viel Lebendigkeit verliehen, wie man sich für diese Art
von Theater nur wünschen kann."