theater 3 hasen oben



 
 
 
 
 
Die Farbenkönigin

für Kinder und Erwachsene ab 4. 
Regie: Nicole Unger
 


 


 
 
Licht und Zauber in einer wunderschönen Geschichte mit fesselnden Farbspielen. Silvia Pahl, Klaus Wilmanns und Nicole Unger haben es verstanden, ein Kindertheaterstück zu entwickeln, dass Menschen aller Altersklassen etwas bieten kann - für Kinder ist es nicht zu schwer, für die Erwachsenen keinesfalls trivial und für alle wunderschön.

 
 

Theater für alle Sinne
"theater 3 hasen oben" im Stadttheater

Es war einmal vor langer Zeit - und dieses langer zieht sich so lange hin, dass es tatsächlich eine Ewigkeit her sein muss. Da lebte die Königin in einem unendlich großen Reich, indem es nichts gab als das Weiß. Doch dann, eines Tages kamen die Farben, herbeigeträumt und gewünscht von der Königin: Blau, Rot, Gelb, und Grün.
  Doch die Königin scheuchte sie alle wieder weg. Denn die Farben bargen auch Gefahren. Da wurde es ganz grau um sie herum, bis ihr bewusst wurde, worauf es ankommt.
   Als "ganzheitliches Sinnen-Theater" mag man die Art und Weise bezeichnen, wie Silvia Pahl und Klaus Wilmanns vom "theater 3 hasen oben" Kindern diese Geschichte von der Farbenkönigin auf der Bühne im Stadttheater Aschaffenburg erzählten.
   Kulisse und Kostümte eher schlicht und nur abstrakt auf Struktur und Bedeutung ausgerichtet, lag das Geheimnis der intensiven wie ausdrucksvollen Erzählung in ihrem auf Aussparung angelegten Gebaren. Mehr der Klang als das Wort und dieses auf das Äußerste reduziert, kam über ihre Lippen. Durch tänzerisch anmutende Körpersprache und ausdrucksvoller Mimik, verbunden mit der Lust am fantasievollen Kinderspiel und umfangen von zarten Klangwelten, verliehen sie der Welt der Farben Charakter und Kontur: blau das Wasser, rot die Glut der Liebe wie des Zorns, gelb die Wärme, aber auch die Schwüle, grün die glitschig klebrige Farbe, die blau und gelb verschluckt.
   Ungewohnt konzentriert verfolgten die Kinder das Geschehen auf der Bühne, wobei ihnen weder die kleinste Bewegung noch Veränderung entging. Immer wieder griffen sie in das Geschehen ein und zeigten, dass diese Art fein dosierter und minutiös auskomponierter Darstellung ihre Sinne beansprucht und ihre Fantasie weckt. Da erhalten die Farben eine Leuchtkraft wie jene rote Kirsche, die doch eigentlich ein Apfel war. Bravo!                                                                                                        Main-Echo, 23.03.2002